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40 katholische Institutionen kündigen Divestment an

Nicht weniger als das „größte Divestment aller Zeiten“ kündigte ein Zusammenschluss von 40 katholischen Institutionen Anfang Oktober an. Wie andere Investoren verpflichteten sie sich auch unter Bezug auf die Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus freiwillig dazu, Wertpapiere von Unternehmen zu verkaufen, die ihr Geld mit der Förderung oder Nutzung von Kohle, Öl und Gas verdienen. Als einzige deutsche Institution hat die Bank für Kirche und Caritas die Verpflichtung unterzeichnet.

Eine Liste aller Unterzeichner findet sich hier: Liste der katholischen Divestoren

NKI: Co-Autor des neuen FNG-Leitfadens zu nachhaltigen Kapitalanlagen für kleine und mittlere institutionelle Investoren

Anlässlich der Jahreskonferenz der UN Principles for Responsible Investment (PRI) in Berlin hat das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) einen neuen Leitfaden zur nachhaltigen Kapitalanlage für institutionelle Investoren vorgestellt. Er soll speziell kleine und mittelgroße institutionelle Investoren dabei unterstützen, Nachhaltigkeitskriterien in ihre Kapitalanlage zu integrieren, um so von den Vorteilen einer nachhaltigen Kapitalanlage zu profitieren. Rolf D. Häßler, Geschäftsführer des NKI – Institut für nachhaltige Kapitalanlagen, ist einer der beiden Autoren des Leitfadens.

Während große institutionelle Anleger die Vorteile einer nachhaltigen Kapitalanlage bereits umfassend nutzen, ist die Beschäftigung mit dieser Form der Geldanlage bei kleinen und mittelgroßen institutionellen Anlegern noch vergleichsweise wenig verbreitet. Die Gründe für die Zurückhaltung sind vielfältig: Sie reichen von fehlenden personellen Kapazitäten für eine intensive Beschäftigung mit diesem Thema über ein generell eingeschränktes Wissen über die Kapitalanlage bis hin Vorbehalten im Hinblick auf die Rendite nachhaltiger Kapitalanlagen. Gerade ehrenamtlich geführte Organisationen sind bei der Geldanlage in der Regel auf die Empfehlungen ihres Vermögensverwalters angewiesen, von denen bisher nur eine Minderheit über eine breite Expertise zu nachhaltigen Anlagelösungen verfügt.

Der neue Leitfaden des FNG soll insbesondere kleineren und mittelgroßen Stiftungen, kirchlichen und karitativen Einrichtungen sowie Versorgungswerken den Einstieg in eine nachhaltige Kapitalanlage erleichtert. Zu den Zielgruppen der Publikation gehören damit beispielsweise die 70% aller gemeinnützigen Stiftungen in Deutschland, die über ein Stiftungskapital von weniger als einer Millionen Euro verfügen.

Die Autoren Rolf D. Häßler (NKI) und Axel Wilhelm (imug rating) haben dazu die wichtigsten Grundlagen und Umsetzungsmöglichkeiten einer nachhaltigen Kapitalanlage übersichtlich und praxisbezogen aufbereitet. Im Mittelpunkt des Leitfadens stehen die verschiedenen Strategien der nachhaltigen Kapitalanlage und die umfangreichen Anlagemöglichkeiten. Eine Checkliste zeigt den institutionellen Anlegern, wie sie in 7 Schritten eine individuelle Nachhaltigkeitsstrategie für ihre Organisation entwickeln und umsetzen können.

Auch der gerade angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase wichtigen Frage nach den finanziellen Wirkungen der Nutzung von nachhaltigen Anlagestrategien und -kriterien widmet sich ein eigenes Kapitel. Anhand verschiedener Studien zeigen die Autoren hier, dass nachhaltige Kapitalanlagen gegenüber konventionellen Anlagen Vorteile bei Rendite und Risiko haben können.

Die Broschüre kann in gedruckter Fassung kostenlos beim FNG bestellt werden und steht hier zum Download zur Verfügung: FNG_Einstiegshilfe 9-2017