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TTIP: Gefährdet die schlechte CSR-Performance der US-Unternehmen europäische Nachhaltigkeitsstandards?

Kritiker am Freihandelsabkommen TTIP befürchten, dass die hohen europäischen Standards beispielsweise beim Umwelt- und Klimaschutz durch das für Unternehmen vorgesehene Recht untergraben werden, gegen die entsprechenden Regelungen klagen zu können, wenn sie sich davon in ihrer Geschäftstätigkeit behindert fühlen. Für den aktuell erschienenen oekom Corporate Responsibility Review 2015 hat die Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research vor diesem Hintergrund die Nachhaltigkeitsleistungen von US- und EU-Großunternehmen miteinander vergleichen. Dabei zeigte sich, dass US-Unternehmen sich bisher deutlich weniger mit den Herausforderungen der Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Während die EU-Unternehmen von oekom research eine durchschnittliche Bewertung von 40,6 auf der von 0 bis 100 (Bestwert) reichenden Skala erhielten, kamen die US-Unternehmen nur auf eine durchschnittliche Bewertung von nur 25,2. Auch in Branchen, in denen der Waren- und Dienstleistungsaustausch zwischen den beiden Wirtschaftsräumen besonders groß ist, wie z. B. in der Automobilbranche und dem Maschinenbau, zeigen europäische Unternehmen bessere Leistungen im Nachhaltigkeitsbereich. Das Institut für nachhaltige Kapitalanlagen hat oekom research bei der Erstellung der Studie unterstützt.

http://www.oekom-research.com/homepage/german/oekom_CR_Review_2015_DE.pdf

Nachhaltige Publikumsfonds weiter auf Wachstumskurs

Am 31.12.2014 waren nach Angaben des Sustainable Business Institute (SBI) im deutschsprachigen Raum insgesamt 393 nachhaltige Publikumsfonds zum Vertrieb zugelassen. Ihr Volumen belief sich auf insgesamt 47 Mrd. Euro. Gegenüber Ende 2013 ist dies ein Anstieg um zehn Fonds und 7 Mrd. Euro. 28 Fonds wurden im Jahr 2014 neu ausgelegt, habe ihre Strategie auf „Nachhaltigkeit“ umgestellt oder waren bereits in anderen Ländern zum Vertrieb zugelassen. 18 Fonds wurden im Laufe des Jahres geschlossen oder mit anderen Fonds zusammengelegt.

Weitere Informationen finden Sie unter http://nachhaltiges-investment.org

Berenike Wiener vom Bundesverband Deutscher Stiftungen verstärkt Beirat

Berenike Wiener, Referatsleiterin Stiftungsmanagement und Corporate Sector beim Bundesverband Deutscher Stiftungen, verstärkt ab sofort den Beirat des Instituts für nachhaltige Kapitalanlagen. Schwerpunkt ihrer Arbeit beim Bundesverband sind die strategische Vermögensverwaltung bei Stiftungen sowie das Themenfeld nachhaltige Geldanlagen und Impact Investing / Mission Investing. Zuvor war Frau Wiener über zehn Jahr im Non Profit-Bereich tätig und hat langjährige Geschäftsführungserfahrung. Sie hält zahlreiche Vorträge zur Vermögensbewirtschaftung von gemeinnützigen Stiftungen und veröffentlicht regelmäßig Fachartikel und andere Publikationen. Zusammen mit Rolf D. Häßler hat Frau Wiener 2014 die StiftungsInfo „Der Weg zu nachhaltiger Vermögensanlage“ verfasst.